Umland
Reiseland Deutschland - Mecklenburgische Seenplatte - Müritz
17207 Ludorf(Müritz)
800 m bis zum Strand
5 min Radfahrt bis zum     Wald
5 min Autofahrt bis zum     Einkauf
50 m bis zur Gaststätte
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200m --> Oktogonkirche in Ludorf
5 km --> Ausblick von St. Marien in Röbel
20 km --> Klosterkirche in Malchow
30 km --> Yachthafen in Waren
55 km --> Fritz-Reuter-    Literaturmuseum in Stavenhagen
215km --> Kap Arkona
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Wie in keinem anderen Dorf in der Müritz-Region sind die Zeugnisse der fast 1000jährigen Geschichte Mecklenburgs
in Ludorf sichtbar geblieben. Die in die Müritz hineinragende Halbinsel "Steinhorn" stellt mit dem noch
gut erkennbaren slawischen Wallanlagen den Anfang der sichtbaren Siedlungsgeschichte des Ortes dar.
Gut vorstellbar, dass dies eine der Hauptwehranlagen der "Morizaner" - des um die Müritz herum lebenden slawischen
Stammes - war. Die dokumentierte Ludorfer Geschichte beginnt dann mit dem Namen Morin.
Dieses wohl mit Heinrich dem Löwen ins Land gekommene Geschlecht wird 1224 und 1274
jedenfalls mit Henning bzw. Heinrich Morin, Ritter, in einer Schenkungsurkunde des Fürsten Nicolaus von Werle
an die Stadt Röbel erstmals erwähnt. Die Morin's saßen dann über 4 Jh. rings um die Müritz und hatten auf der alten Burg Morin und früher dem Alt-Morin ihren Stammsitz.

Am Westufer der Müritz gelegen, zwischen zwei Naturschutzgebieten, erblickt der Besucher eines der schönsten
und ältesten Herrenhäuser Mecklenburgs, erbaut im Stile der dänischen Klinkerrenaissance.
Das Gutshaus Ludorf zählt zu den bedeutendsten Bauten der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts und ist
glücklicherweise in seinem äußeren Erscheinungsbild nahezu unverändert geblieben. Die ehrwürdige zurückhaltende Eleganz dieses Backsteinbaus wird überstrahlt durch das historische Interieur des Hauses mit seinen in Mecklenburg einmaligen Deckengemälden aus der Erbauerzeit.
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Zur Zeit der ersten Morin’s stand im heutigen Ludorfer Ortsteil Gneve eine Burg der Werlischen Herrscher,
die im 14. Jh. der Fürstin Elisabeth, geb. Gräfin von Holstein-Plön, als Witwensitz zugewiesen wurde.
Diese wird es möglicherweise gewesen sein, die deutsche Siedler ins Land rief
und unweit der Burg + Dorf Morin dann Ludorf gründete – der Name, der als „Lugdorf“ – Dorf am Luche,
am Bruche gedeutet werden muss.Die alte Burg Morin, deren Reste mit dem Burgwall und der ca. 600 Jahre
alten Eiche auf dem Burghof noch gut zu erkennen sind,
diente den Morin’s noch bis zum 30jährigen Krieg als Wohnsitz.
Erleben sie bei einer Radtour auf gut ausgebauten Radwegen rund
um die Müritz die Schöne Natur des Müritznationalparks.
Bis zur Müritzstrand sind es nur 800 Meter. Zu Fuß ist er in 10 Minuten zu erreichen.
Dort befindet sich ein Bootsanleger von dem man auch Müritzrundfahrten mitmachen kann.
Die Müritz lädt zum Angeln und Wassersport ein. In der näheren Umgebung kann man sich Boote ausleihen.

Ludorfer Oktogonkirche
Errichtet wurde die Guts-Kirche von einem Kreuzzugsheimkehrer, dem Ritter Wipert von Morin, der die Ideezur Oktogonkirche aus dem Heiligen Land mitbrachte. Einzigartig in Norddeutschland hat sie den gleichen Grundriß wie die Kirche vom Heiligen Grabe in Jerusalem.Geweiht 1346, geht man jedoch davon aus, daß sie noch gut 150 Jahre älter ist. Bemerkenswert auch die angefügte Familiengruft derer von Knuth, 1736 vom Erbherren auf Ludorf und Gneve, Adam Levin II. von Knuth errichtet und mit insgesamt 9 gut erhaltenen Eichenholzsärgen bestückt. An der schmiedeeisernen Grufttür und an den Wänden befinden sich zahlreiche Wappen der angeheirateten Familienmitglieder. Die Kirche ist täglich zu besichtigen, in den Wintermonaten allerdings nur nach Voranmeldung.Ev. Kirche, ehem. St. Maria und Laurentius. Seltener gotischer Zentralbau aus Backstein mit Vorhalle, drei niedrigeren Anbauten und eindrucksvoll hoch aufragendem Zeltdach sowie niedrigem Kegeldach über der Apsis.
1346 urkundlich eine Weihe, aber sicher nicht einheitlich entstanden. Ältester Teil wohl die östliche Rundapsis mit Kuppelgewölbe. Das Weihedatum vielleicht zu beziehen auf den achteckigen Hauptbau und die beiden wohl wenig jüngeren Polygonkapellen im Norden und Süden, jeweils aus fünf Seiten des Sechsecks gebildet mit tief ansetzenden Rippengewölben und stark ansteigenden KappenStrebepfeiler z.T. nachträglich; schmale, meist veränderte Fenster. Die mit dem Oktogon im Westen verzahnte, flachgedeckte quadratische Vorhalle ausweislich einer Baunaht an der Südseite nachträglich ausgebaut, wohl als Untergeschoss eines Turms; im Norden neugotische Totenhalle, z. H. 19. Jh. - Neugotische Altarwand und Schranke aus Holz mit Gemälde der Frauen unter dem Kreuz, und Backsteinkanzel mit Stuckreliefs der Evanglisten, 1855. - Kabinettscheiben aus Priborn, 1680. - Kunstvolle schmiedeeiserne Grufttür, 1736. - Zahlreiche schmiedeeiserne Wappen, 18. und 19. Jh.